Freiwillige Feuerwehr Lorch

Vor 30 Jahren, im Februar 1990, ereignete sich im Remstal ein großflächiges Hochwasser. Damals gab es noch keine Rückhaltebecken entlang der Rems, so dass zahlreiche Wohngebiete in Flussnähe überflutet wurden. Damals kamen Schneeschmelze und über viele Tage anhaltender Regen zusammen.

Heute vor zwei Jahren, am 11. Juni 2018, gab es eine ganz andere Art Hochwasser. Während nachmittags noch die Sonne schien, kam es gegen Abend zu einem sehr kräftigen lokalen Regenschauer in Lorch. Keine fünfzehn Minuten, nachdem der Regen begonnen hatte, wurde für die Feuerwehr Lorch Alarm ausgelöst.

Innerhalb dieser Zeit hatten sich die meisten Unterführungen jedoch bereits so sehr mit Wasser gefüllt, dass eine Anfahrt zum Florian für viele nur noch über Umwege möglich war. Ungefähr eine halbe Stunde nach Beginn des Regens kam von allen seitlichen Hängen des Remstals, auch auf den Straßen der am Südhang gelegenen Wohngebiete, eine bis dahin unvorstellbare Menge an Wasser ins Tal. Sämtliche Zufahrtsstraßen wurden innerhalb von Minuten für normale Pkw unpassierbar. Die Kanalisation war nicht nur überlastet, teilweise barsten sogar die Rohre und Kanaldeckel wurden aus Ihren Verankerungen gedrückt.

Uns bescherte dieser massive Starkregen innerhalb von wenigen Stunden über hundert Einsatzstellen. Am Ende der Unwetterereignisse dieser Tage waren es dann 173 Einsatzstellen, die wir abgearbeitet haben. Da neben den überfluteten Kellern auch teilweise Seitentäler und auch die Bundesstraße B29 durch große Mengen an Schlamm und Geröll unpassierbar waren, wurden neben der Feuerwehr Schwäbisch Gmünd und dem DRK auch das THW zur Unterstützung alarmiert. Im Feuerwehrhaus wurden dann sämtliche eingehenden Notrufe in einer Führungsgruppe auf die einzelnen Ortsteile verteilt und an die entsprechenden Einheiten vor Ort weitergeleitet. Parallel wurde mit dem Lagezentrum der Polizei überregional der Abtransport von aus den Kellern ausgetretenem Heizöl gemischt mit Schlamm zu Raffinerien und Sondermüllaufnahmestellen organisiert. Mit schwerem Gerät wurden tagelang Straßen geräumt und Keller ausgepumpt.

Unwetter  Unwetter  Unwetter  Unwetter  Unwetter  Unwetter  Unwetter  Unwetter  Unwetter